Natürlich schöne Brüste

04 Jul Natürlich schöne Brüste

 

 

 

 

Neue Methode der Brustvergrößerung

Überschüssiges Fett an unerwünschten Stellen auf einfachste Weise loswerden und an anderer Stelle, wie am Busen, sinnvoll nutzen – davon träumen viele Frauen. Zwar ist die Methode der Brustvergrößerung durch Eigenfett nicht neu, bot aber bisher keine beständige Lösung, da sich ein Großteil des Eigenfettes wieder abbaut. Dank einer neuen Methode bleibt das Brustvolumen nach dem Eingriff nun dauerhaft erhalten. Chirurgen verbinden dabei zwei Behandlungsmethoden miteinander – das BRAVA-System mit der Fetttransplantation (AFT). Dr. med. Jens Kauczok, Facharzt für Ästhetische und Plastische Chirurgie und Leiter der Praxis für Ästhetische und Plastische Chirurgie in Würzburg, arbeitet als Einziger in seiner Region mit dieser Methode und erklärt: „Diese Kombination zweier Verfahren bietet den Vorteil, dass etwa 80 % des injizierten Fettes nach dem Eingriff auch erhalten bleiben und so für stetiges und gleichmäßiges Volumen sorgt. Bei einer herkömmlichen Fetttransplantation gehen bis zu 50 % des Fettes wieder verloren.“

Brustvergrößerung und Rekonstruktion

BRAVA besteht aus zwei Kunststoffschalen, die auf die Brüste aufgelegt werden und sie mit mechanischem Druck fest umschließen. „Dieses System funktioniert nach dem Prinzip der Gewebeerweiterung und dient der Vorbereitung für die spätere Einspritzung des körpereigenen Fettgewebes, das sogenannte Lipofilling“, erklärt Dr. Kauczok. Mittels Unterdruck übt sich eine gleichmäßige Zugkraft von allen Seiten auf das Brustgewebe aus, um es für das anschließende Lipofilling zu dehnen. Diese Prozedur dauert etwa vier Wochen. Nach Entnahme und Aufbereitung des Fettgewebes, aus Bauch oder Oberschenkeln, spritzt der Chirurg das Gewebe in den entsprechenden Brustbereich wieder ein. Bei einer Vergrößerung der Brüste aus ästhetischen Gründen tragen die Patientinnen das BRAVA-Gerät 10 Stunden über Nacht für 2 Wochen zur Vorbereitung auf die Fetttransplantation. Im Falle einer Rekonstruktion des Busens nach einer Brustkrebserkrankung ist zur Stabilisierung ein wiederholtes Tragen der Kunststoffschalen für etwa 4 bis 6 Wochen nötig. Dr. Roger Khouri, plastischer Chirurg und Gründer des Brustzentrums Miami, entwickelte das BRAVA-AFT-System, welches auf einer Erfahrung von mehr als 30 Jahren basiert und der ästhetischen Vergrößerung oder der Rekonstruktion der Brust dient, beispielsweise nach einer Brustkrebserkrankung. „Ich selbst habe diese Art der Operation von Dr. Roger Khouri erlernt und auch gemeinsam mit ihm durchgeführt“, sagt Dr. Kauczok.

Schöne Form ohne Fremdkörper

Zwar berichten internationale Kongresse über dieses Behandlungsverfahren, dennoch wenden in Deutschland bisher nur einige wenige plastische Chirurgen diese Methode auch an, da die Mehrheit noch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet hat. Mittlerweile lassen sich aber immer mehr Chirurgen in dieser Technik ausbilden. „Gerade durch jüngste Skandale und vorherrschende Unsicherheit bei Implantaten fragen Patientinnen vermehrt nach einer alternativen Methode zur Vergrößerung und Auffüllung oder Wiederherstellung ihrer Brust“, weiß Dr. Kauczok aus eigener Erfahrung. Bei dieser Methode verwenden Chirurgen ausschließlich körpereigenes Fettgewebe, welches sich auch anschließend leicht korrigieren lässt.

Vorteile dieser Methode

Diese Behandlung wird ambulant unter einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. „Das bietet den Vorteil, dass die Patientinnen nicht lange bei uns bleiben müssen, kaum Schmerzen verspüren und schnell wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen können“, sagt Dr. med. Jens Kauczok. Zwar sind vollständige Endergebnisse erst nach etwa 3 bis 6 Monaten sichtbar, da sich das Gewebe zunächst festigen muss, dafür entstehen bei diesem Eingriff keine hässlichen Narben. Durch Verzicht auf jegliche Fremdkörper müssen Patientinnen zudem keine eventuell auftretenden Risiken oder Komplikationen wie eine Kapselfibrose fürchten.